Mittwoch, 01.07.26 ab 20.00 Uhr

Sebastian Studnitzky & Andrii Pokaz

Jazz im Pappelgarten

Eintritt:

Vorverkauf via Reservix: 28,50€
30€ / ermäßigt 26€ / Young listeners special 16€

Sebastian Studnitzky (tp)

Andrii Pokaz (p)


 

Das neue Duoprojekt des Berliner Multiinstrumentalisten Sebastian Studnitzky und des in Odessa lebenden Pianisten Andrii Pokaz entstand mitten in diesen herausfordernden und lebensverändernden Zeiten. 

Andrii Pokaz studierte und unterrichtet klassisches Klavier am Odessa-Konservatorium und ist einer der führenden Jazzpianisten der Ukraine. Sebastian Studnitzky ist bekannt für seinen sehr persönlichen, emotionalen Sound und Stil jenseits der Genres und ist Gründer des XJAZZ Festivals Berlin. Die beiden Musiker, deren Lebenssituationen nicht unterschiedlicher sein könnten, treffen sich, um gemeinsam wunderbar improvisierte Kunst zu zelebrieren. Beide verbindet das virtuose und unprätentiöse Spiel auf ihren Instrumenten und die neugierige Erkundung verschiedener Stile wie Jazz, Klassik und Electronica.

 

MUSIK JENSEITS VON KATEGORIEN

„Wir treffen uns immer in der Musik“, sagt Studnitzky irgendwann mal, in einer der wenigen Ansagen. Meistens spricht oder erzählt die Musik. Variiert die Motive und Themen, steigert sich, erklimmt in den Improvisationen wechselweise auf Trompete und Flügel immer größere Höhen und tiefere Intensitäten.  „Das, was wir hier fabrizieren, ist nur in Ansätzen das, was wir ausgemacht haben…“ lacht Sebasitian Studnitzky in einer Atempause zwischen zwei Stücken. Seit eineinhalb Jahren spielen die Beiden zusammen, und wenn sie sich, wie es wirkt, fast intuitiv durch Kompositionen, freies Spiel, Genres, unterschiedlichste Musiktraditionen bewegen, strahlt ihr Auftritt große und tiefe Vertrautheit aus; mit dem jeweils anderen und mit der – gemeinsamen – Musik. Ukrainische Melodien, der Klang der portugiesischen Stadt Mertola, Eruptionen, großes Drama, Theatralik, ein Pianosolo, das sich in irrwitziges Tempo und Höhen schraubt. Dann wieder landen, ganz unten ankommen, bei fast gar nichts. Kurzes Atemholen, dann packt Andrii Pokaz wieder ein innerer Groove, und wir gehen in die nächste Runde. Die Trompete verlässt die gehauchte Zone, mischt sich mit Sebastian Studnitzkys Stimme, klassisch anmutende Passagen, Anklänge an minimal music, prepaired Piano, wir erleben eine Reise in imaginäre Landschaften und durch die ganz reale Welt und sind ganz schön bewegt.

Tom Hagenauer (bei Jazzreportagen)

 

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