Tafelmusik im Pappelgarten:

Montag, 18.05.26 ab 20.00 Uhr

Martina Trost & Nirse Gonzalez

Tafelmusik

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Unter dem Motto „Sin fronteras“ – Musik ohne Grenzen präsentieren die beiden Profimusiker Martina Trost (Cello/Gesang) & Nirse Gonzalez (Gitarre) ein Programm, das sinnbildlich Brücken schlagen soll. Die Reutlinger Cellistin und Sängerin und der aus Venezuela stammende Gitarrist gestalten eine musikalische Stunde mit Werken von Bellafronte, Burgmüller, Villa-Lobos und Piazzolla. Bei den aktuell turbulenten Themen im Weltgeschehen ist Musik ein Element, welches die Menschen vereinen kann. Beiden Künstlern ist es ein Anliegen Verbindung unter den Menschen mittels Musik erlebbar zu machen. Sie haben dies zum Anlass genommen ein Programm mit Gitarre, Cello und Stimme erklingen zu lassen. In kammermusikalischer sowie solistischer Form widmen sie sich der Musik Italiens, Argentiniens, Deutschlands und Brasiliens und nehmen uns mit auf eine Reise durch Zeit und Raum - einfach grenzenlos...

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Martina Trost wuchs als Tochter einer Instrumentallehrerin und eines Kirchenmusikers in St.Wendel/Saar auf.

Sie studierte Cello an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Ihre cellistischen Kenntnisse vertiefte sie u.a. in Meisterkursen bei Siegfried Palm, Hans-Christian Schweiker, Wolfgang Boettcher und Peter Buck. Bereits in ihrem Studium wuchs die musikalische Neugier und sie bildete sich in verschiedenen musikalischen Bereichen fort. Wegbereiter waren für sie Ernst Reijseger und Stephan Braun im Jazz. Wichtige Impulse im Bereich neuer Musik und Improvisation erhielt sie durch Siegfried Palm, John Tilbury und Scott Roller. Das Improvisieren ließ sie schließlich einen Bogen zur Barockmusik schlagen, denn auch in der alten Musik ist dies ein wichtiges Thema. Fortbildungen bei Werner Matzke, Petra Marianowski und Prof. Gregor Hollmann führten zur genaueren Auseinandersetzung mit der Barockmusik.

Als Kind durfte Martina Trost den elterlichen Kirchenchor sowohl mit ihrer Stimme als auch mit dem Cello verstärken. So war das Thema Stimme zwar bereits lange Zeit da, aber noch nicht so stark im Vordergrund. Dies änderte sich nach dem Diplom im Cello. Sowohl die Begeisterung für eine Sprache, für den ihr eigentümlichen Rhythmus und der ihr zugrunde liegenden Musikalität als auch das persönliche Interesse an der Funktionalität der

Stimme, führten nach dem Studium zur Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der eigenen Stimme. Sie kam mit der Lichtenberger Methode in Kontakt, was sie zunehmend tiefer in die faszinierende Thematik Stimme eintauchen ließ.

Dies führte schließlich dazu, dass sie ihren Weg fand Cello und Gesang zu vereinen. So singt sie und begleitet sich selbst dazu mit dem Cello. Dabei ist das sonore Streichinstrument oft auf eine eher unkonventionelle Weise mit vielen rhythmischen und perkussiven Elementen zu hören. Ihr klassisches Cello lässt sie gern in verschiedenen Orchestern erklingen, u.a. in Engagements bei den Stuttgarter Philharmonikern, dem Barockorchester der Stuttgarter Philharmoniker, der Württembergischen Philharmonie in Reutlingen, dem Kammerorchester Arcata sowie bei den Musicals Aladdin und Tanz der Vampire in Stuttgart.

Neben der künstlerischen Tätigkeit ist sie eine leidenschaftliche Pädagogin und gibt ihr Wissen gern an ihre Schülerinnen und Schüler an der Musikschule in Pliezhausen weiter.

Nirse González

Er ist ein großartiger Gitarrist und, noch wichtiger, ein wahrer Musiker. Er denkt und horcht höher als die sechs Saiten der Gitarre, und sein Spiel reflektiert eine freie Musikalität, Hopkinson Smith.

Er erhielt seine Ausbildung als Konzertgitarrist in Venezuela und Europa (Spanien und Deutschland) mit den Lehrer José Gregorio Guanchez , José Luis Rodrigo Bravo und Joaquin Clerch.

Bereits im Alter von fünfzehn Jahren spielte er das „Concierto de Aranjuez“ von J. Rodrigo mit

dem Orchester „Vicente Emilio Sojo“.

Schon bald entwickelte er sich zu einem international gefragten Künstler. U.a. spielte er in großen Konzertsälen, wie dem Theater Teresa Carreno Caracas (Venezuela), Tonhalle Düsseldorf (Deutschland), Casa de Cultura y Teatro, Benicassim Valencia (Spanien); Auditorio Nacional, Madrid ( Spanien), Auditorio Nacional Mohammed V Rabat ( Marroko); Teatro Municipal, Vina del Mar (Chile); Palast der UNESCO Beirut (Libanon), Theater Gomhuria del Cairo, Kairo (Ägypten), Kulturzentrum Al-Hussein, Ras AL-Ain, Amman (Jordania), Bolivar Hall London(England).

Er gewann zahlreiche Preise in renommierten Wettbewerben, u.a. beim „ Concurso Internacional de Guitarra Julian Arcas“ in Almería.

2006 gewann er den 1. Preis im wohl wichtigsten Gitarrenwettbewerb „ XL Certamen

Internacional de Guitarra Francisco Tarrega “in Benicassim (Spanien).

Teil des Preises war die Aufnahme seiner ersten Solo CD bei der Plattenfirma Naxos, die im

August des Jahres 2007 erschienen ist.

Seine zweite CD Classica Venezolana erschien beim renommierten deutschen Klassik-Laben

Dabringhaus und Grimm.

Seine neue CD Guitar Music of Venezuela ist in der Firma NAXOS am 9 Februar 2018

erschienen und werde von Kritiker hoch gelobt.

Die drei CDs werden kontinuierlich auf deutschen uns internationalen Radiostationen

gespielt, Bayerische Rundfunk, SWR2 , Radiokulturhaus , hr2-Kultur , Rundfunk UNAM FM ,

eruv.radioactivity.fm au.

Dank seiner Recherchen und Interpretationen seiner neuesten Aufnahme von Guitar Music of

Venezuela mit dem Label Naxos wurde seine neue CD für den Latin Grammy vor-nominiert.

2025 findet die deutsche Erstaufführung des Gitarrenkonzerts von Antonio Lauro und die Weltpremiere des Gitarrenkonzerts "Alpujarras" des spanisch-venezolanischen Komponisten Francisco Rodrigo Arto im Rahmen des Internationalen Gitarrenfestivals Tübingen mit dem Residenz-Orchester Baden- Württemberg statt.